Die Stromerzeugende Heizung = das Blockheizkraftwerk ( BHKW )

Was ist ein BHKW?

Ein Blockheizkraftwerk besteht im Wesentlichen aus Motor, Synchrongenerator und Wärmetauscher. Der vom Verbrennungsmotor angetriebene Synchrongenerator erzeugt einen 3-Phasen-Wechselstrom. Das BHKW wird parallel zum öffentlichen Netz betrieben. Durch den Einsatz von Synchrongeneratoren ist prinzipiell aber auch Netzersatzbetrieb machbar. Überschüssiger Strom wird in das Netz des EVU eingespeist. Der Motor gibt Wärme ab, die im „inneren Kühlkreislauf“ nacheinander aus dem Schmieröl, dem Motorkühlwasser und dem Abgas aufgenommen und über einen Plattenwärmetauscher an das Heizungssystem übertragen wird. Dieses System der Energieerzeugung und -nutzung heißt Kraft-Wärme-Kopplung (KWK), weil gleichzeitig die vom Motor erzeugte mechanische Energie und die beim Antrieb des Generators durch den Motor frei werdende thermische Energie genutzt wird.

Die Zukunft gehört den Blockheizkraftwerken – umweltfreundliche Gewinnung von Strom und Wärme nach dem Prinzip der Kraft-Wärme-Kopplung, genau dort wo Sie benötigt wird, in den eigenen 4 Wänden.

Ein Blockheizkraftwerk  ist eine Anlage zur Gewinnung von Wärme und Strom, welche nach dem Prinzip der Kraft-Wärme-Kopplung (KWK)funktioniert. Blockheizkraftwerke stellen eine kosteneffiziente Alternative, nicht nur zur konventionellen Heizungsanlagen dar!

 

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Planung

BHKW-Anlagen müssen in Bezug auf ihre Größe und Leistung möglichst optimal an die Gegebenheiten des Gebäudes angepasst werden. Je nach Leistungsgröße bezeichnet man die KWK-Anlagen als Mikro-BHKW, Mini-BHKW oder BHKW. Eine Vielzahl von BHKW-Herstellern bieten ihre Produkte an. Hier einen Überblick und einen objektiven Eindruck zu erhalten, macht eine Vorort Besichtigung und eine entsprechende Beratung notwendig. Die Auslegung und Planung nimmt den wohl wichtigsten Teil ein. Neben dem BHKW-Preis wird die Erfolg eines KWK-Projektes vor allem durch die komplexen gesetzlichen und wirtschaftlichen Rahmenbedingungen bestimmt.

 

Förderung BHKW

Vorauszahlung von bis zu 30.000 Nutzungsstunden nach dem KWK-Gesetz:für Geräte Größer 50 kwel
Nach der Novelle des KWK-Gesetzes vom 19. Juli 2012, haben Betreiber von Mikro-BHKWs bei Antragstellung an die BAFA die Möglichkeit, den KWK-Zuschlag in Höhe von 5,41 Cent für den Zeitraum von 30.000 Betriebsstunden zu beantragen (siehe: §7 Abs. (1) KWKG 2002).

Abgesehen von der Möglichkeit der pauschalierten Vorauszahlung des KWK-Zuschlags für 30.000 Betriebsstunden besteht nach wie vor alternativ die Möglichkeit, den KWK-Bonus nach den tatsächlichen Betriebsstunden über die Nutzungsdauer von 10 Jahren gewährt und ausgezahlt zu bekommen. Welche Variante vom Betreiber angestrebt werden sollte, hängt von den tatsächlich zu erwartenden Betriebsstunden sowie auch von der persönlichen Präferenz des Betreibers aber auch der gewählten Gerätegröße ab. Nachdem Geräte bei guter Auslegung durchgehenden Betrieben werden, können somit bis zu 8.760 Betriebsstunden pro Jahr (also bis zu 87.600 Betriebsstunden in 10 Jahren) erreichen werden, erscheint eine pauschalierte Vorauszahlung des KWK-Zuschlags für 30.000 Betriebsstunden als wirtschaftlich nicht attraktiv.
§ 7 Höhe des Zuschlags und Dauer der Zahlung

(1) Betreiber kleiner KWK-Anlagen mit einer elektrischen Leistung bis 50 Kilowatt nach § 5 Absatz 1 Satz 1 Nummer 1 sowie Betreiber von Brennstoffzellen nach § 5 Absatz 1 Satz 1 Nummer 2, die nach dem 19. Juli 2012 und bis zum 31. Dezember 2020 in Dauerbetrieb genommen worden sind, haben für KWK-Strom einen Anspruch auf Zahlung eines Zuschlags in Höhe von 5,41 Cent pro Kilowattstunde wahlweise für einen Zeitraum von zehn Jahren oder für die Dauer von 30 000 Vollbenutzungsstunden ab Aufnahme des Dauerbetriebs der Anlage. Das Recht zur Wahl zwischen einer an Jahren und einer an Vollbenutzungsstunden orientierten Förderung im Sinne von Satz 1 erlischt mit der Stellung des Antrags auf Zulassung bei der zuständigen Stelle oder im Fall der Zulassung durch Allgemeinverfügung mit der Anzeige unter Nutzung einer der genannten Optionen.
(2) Betreiber kleiner KWK-Anlagen nach § 5 Absatz 1 Satz 1 Nummer 1 mit einer elektrischen Leistung von mehr als 50 Kilowatt, die nach dem 19. Juli 2012 und bis zum 31. Dezember 2020 in Dauerbetrieb genommen worden sind, haben ab Aufnahme des Dauerbetriebs einen Anspruch auf Zahlung eines Zuschlags für KWK-Strom für 30 000 Vollbenutzungsstunden. Kleine KWK-Anlagen nach Satz 1 mit einer elektrischen Leistung von mehr als 50 Kilowatt bis zu 2 Megawatt erhalten für den Leistungsanteil bis 50 Kilowatt einen Zuschlag in Höhe von 5,41 Cent pro Kilowattstunde, für den Leistungsanteil zwischen 50 und 250 Kilowatt einen Zuschlag in Höhe von 4 Cent pro Kilowattstunde und für den Leistungsanteil über 250 Kilowatt einen Zuschlag von 2,4 Cent pro Kilowattstunde.
(3) Betreiber sehr kleiner KWK-Anlagen sowie Betreiber von Brennstoffzellen mit einer elektrischen Leistung von bis zu 2 Kilowatt, die ab dem Inkrafttreten dieses Gesetzes in Betrieb genommen werden, können sich auf Antrag vom Netzbetreiber vorab eine pauschalierte Zahlung der Zuschläge für die Erzeugung von KWK-Strom für die Dauer von 30 000 Vollbenutzungsstunden auszahlen lassen. Der Netzbetreiber ist in diesem Fall verpflichtet, die entsprechende Summe innerhalb von zwei Monaten nach Antragstellung auszuzahlen. Mit Antragstellung erlischt die Möglichkeit des Betreibers zur Einzelabrechnung der erzeugten Strommenge.
(4) Betreiber von hocheffizienten Neuanlagen nach § 5 Absatz 2, die nach dem 19. Juli 2012 und bis zum 31. Dezember 2020 in Dauerbetrieb genommen worden sind, haben ab Aufnahme des Dauerbetriebs einen Anspruch auf Zahlung eines Zuschlags für KWK-Strom für 30 000 Vollbenutzungsstunden. Der Zuschlag beträgt für den Leistungsanteil bis 50 Kilowatt 5,41 Cent pro Kilowattstunde, für den Leistungsanteil zwischen 50 und 250 Kilowatt 4 Cent pro Kilowattstunde, für den Leistungsanteil von 250 Kilowatt bis 2 Megawatt 2,4 Cent pro Kilowattstunde und für den Leistungsanteil über 2 Megawatt 1,8 Cent pro Kilowattstunde. Ab dem 1. Januar 2013 erhöht sich der Zuschlag für KWK-Anlagen im Anwendungsbereich des Treibhausgas-Emissionshandelsgesetzes, die ab diesem Datum in Dauerbetrieb genommen worden sind, um weitere 0,3 Cent pro Kilowattstunde.
(5) Betreiber von modernisierten hocheffizienten KWK-Anlagen nach § 5 Absatz 3 mit einer elektrischen Leistung bis 50 Kilowatt, die nach dem 19. Juli 2012 und bis zum 31. Dezember 2020 in Dauerbetrieb genommen worden sind, haben ab Aufnahme des Dauerbetriebs einen Anspruch auf Zahlung eines Zuschlags in Höhe von 5,41 Cent pro Kilowattstunde wahlweise für die Dauer von fünf Jahren oder für die Dauer von 15 000 Vollbenutzungsstunden; die Dauer beträgt wahlweise zehn Jahre oder 30 000 Vollbenutzungsstunden, wenn die Kosten der Erneuerung mindestens 50 Prozent der Kosten für die Neuerrichtung der KWK-Anlage betragen; für die Wahl zwischen einer an Jahren und einer an Vollbenutzungsstunden orientierten Förderung gilt Absatz 1 Satz 1. KWK-Anlagen mit einer elektrischen Leistung von über 50 Kilowatt, die nach dem 19. Juli 2012 und bis zum 31. Dezember 2020 in Dauerbetrieb genommen worden sind, haben ab Aufnahme des Dauerbetriebs einen Anspruch auf Zahlung eines Zuschlags für die Dauer von
1. 30 000 Vollbenutzungsstunden, wenn die Kosten der Modernisierung mindestens 50 Prozent der Kosten für die Neuerrichtung der KWK-Anlage betragen. Der Zuschlag ermittelt sich nach Absatz 4,
2. 15 000 Vollbenutzungsstunden, wenn die Kosten der Modernisierung mindestens 25 Prozent der Kosten für die Neuerrichtung der KWK-Anlage betragen. Der Zuschlag ermittelt sich nach Absatz 4.
(6) Betreiber von hocheffizienten nachgerüsteten KWK-Anlagen nach § 5 Absatz 4 haben ab Aufnahme des Dauerbetriebs einen Anspruch auf Zahlung eines Zuschlags
1. für 30 000 Vollbenutzungsstunden, wenn die Kosten der Nachrüstung mindestens 50 Prozent der Kosten für die Neuerrichtung der KWK-Anlage betragen. Der Zuschlag ermittelt sich nach Absatz 4,
2. für 15 000 Vollbenutzungsstunden, wenn die Kosten der Nachrüstung mindestens 25 Prozent der Kosten für die Neuerrichtung der KWK-Anlage betragen. Der Zuschlag ermittelt sich nach Absatz 4,
3. für 10 000 Vollbenutzungsstunden, wenn die Kosten der Nachrüstung weniger als 25, mindestens aber 10 Prozent der Kosten für die Neuerrichtung der KWK-Anlage betragen. Der Zuschlag ermittelt sich nach Absatz 4.
(7) Die Zuschlagzahlungen für KWK-Strom aus KWK-Anlagen dürfen insgesamt 750 Millionen Euro pro Kalenderjahr abzüglich des Jahresbetrags der Zuschlagzahlungen für Wärme- und Kältenetze sowie Wärme- und Kältespeicher nach § 7a Absatz 5 nicht überschreiten. Überschreiten die Zuschlagzahlungen die Obergrenze nach Satz 1, werden die Zuschlagzahlungen für KWK-Anlagen nach § 5 Absatz 2, 3 und 4 mit einer elektrischen Leistung von mehr als 10 Megawatt entsprechend gekürzt. Die Übertragungsnetzbetreiber übermitteln der zuständigen Stelle die zur Ermittlung der Kürzung erforderlichen Daten bis zum 30. April des Folgejahres in nicht personenbezogener Form. Die zuständige Stelle veröffentlicht den entsprechenden Kürzungssatz im Bundesanzeiger. Die gekürzten Zuschlagzahlungen werden in den Folgejahren in der Reihenfolge der Zulassung vollständig nachgezahlt. Die Nachzahlungen erfolgen vorrangig vor den Ansprüchen auf KWK-Zuschlag der KWK-Anlagen nach Satz 2 aus dem vorangegangenen Kalenderjahr.
Quelle: Bundesministerium für Wirtschaft

 

Zuschuss für Mini-KWK-Anlagen

Das Bundesamt für Wirtschaft und Ausfuhrkontrolle (BAFA) administriert das im Januar 2012 vom Bundesumweltministerium herausgegebene Förderprogramm “Richtlinien zur Förderung von KWK-Anlagen bis 20 kWel“. Mit diesem Programm sollen neben der weitreichenden Novelle des Kraft-Wärme-Kopplungs-Gesetzes zusätzliche Impulse für den breiten Einsatz auch von kleinen KWK-Anlagen gegeben werden.

Neue Blockheizkraftwerke bis 20 kWel in Bestandsbauten können nach diesem Förderprogramm einen einmaligen Investitionszuschuss erhalten, der nach der elektrischen Leistung der Anlagen gestaffelt ist. So erhalten zum Beispiel sehr kleine, für Ein- und Zweifamilienhäuser besonders geeignete Anlagen mit einer Leistung von 1 kWel 1.500 Euro, große Anlagen mit 19 kWel hingegen 3.450 Euro.

Die Anlagen dürfen nicht in einem Gebiet mit einem Anschluss- und Benutzungsgebot für Fernwärme liegen und müssen sowohl mit einem Wartungsvertrag betreut werden als auch anspruchsvolle Effizienzanforderungen erfüllen. Die Anforderungen der EU-KWK-Richtlinie für Kleinstanlagen müssen deutlich übertroffen werden. Die Primärenergieeinsparung muss für Anlagen kleiner 10 kWel mindestens 15% und für Anlagen von 10 kWel bis einschließlich 20 kWel mindestens 20% betragen. Außerdem ist ein Gesamtnutzungsgrad von mindestens 85% einzuhalten. Weitere Anforderungen sind u. a. das Vorhandensein eines Wärmespeichers mit einem Energiegehalt von mindestens 1,6 kWh pro installierte kWth, einer Steuerung und Regelung für eine wärme- und stromgeführte Betriebsweise inklusive eines intelligenten Wärmespeichermanagements sowie eines Messsystems zur Bestimmung des aktuellen Strombedarfs (Smart Meter) für Anlagen ab 3 kWel.

Fördervoraussetzung ist zudem, dass die KWK-Anlagen in der Liste der förderfähigen Anlagen des BAFAenthalten sind.

Diese Liste der förderfähigen Anlagen (Herstellerliste) ist unter der Rubrik Publikationen veröffentlicht und wird kontinuierlich aktualisiert.

Anträge für Anlagenbetreiber auf Förderung können seit dem 1. April 2012 eingereicht werden. Das entsprechende Formular finden Antragsteller unter der Rubrik Formulare. Aufträge an Lieferanten dürfen erst nach Bestätigung des Antragseingangs durch das Bundesamt für Wirtschaft und Ausfuhrkontrolle erteilt werden.

Eine Rücknahme von bereits gestellten Anträgen nach der im Jahre 2008 gestarteten und ausgesetzten Förderrichtlinie für hocheffiziente kleine Kraft-Wärme-Kopplungs-Anlagen (Mini-KWK) ist nicht zulässig.

Hinweis: Bitte beachten Sie, dass Förderungen in Form einer KWK-Stromvergütung nach dem Kraft-Wärme-Kopplungsgesetz ausschließlich über das Referat 425 – KWK gewährt werden:

Ansprechpartner für KWK

Bundesamt für Wirtschaft und Ausfuhrkontrolle

Referat 425 – KWK
Frankfurter Straße 29 – 35
65760 Eschborn

Telefon: +49 6196 908-842 oder 462 für KWK-Anlagen bis 2 MWel
Telefon: +49 6196 908-502 für KWK-Anlagen über 2 MWel
Telefon: +49 6196 908-421, 630 oder 941 für Wärmenetze
Telefon: +49 6196 908-437 oder 661 für allgemeine Anfragen

Ansprechpartner für Mini- KWK

Bundesamt für Wirtschaft und Ausfuhrkontrolle

Referat 524 – Mini-KWK
Frankfurter Straße 29 – 35
65760 Eschborn

Telefon: +49 6196 908-798
Telefax: +49 6196 908-800

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Quelle:Bafa

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